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Bericht von der Gemeideversammlung

Am Sonntag, den 04. Februar 2018, tagte im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst die Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchengemeinde Weisweil.

Martin Ehret, Vorsitzender der Gemeindeversammlung, führte durch die Tagesordnung. Für den Kirchengemeinderat berichtete Pfarrer Keno Heyenga.
Im Fokus stand vor allem der Bau des neuen Evangelischen Gemeindehauses.

Keno Heyenga informierte darüber, dass die Rohbauphase abgeschlossen sei und im Februar der Innenausbau beginne. Außerdem nannte er einen Termin für die Einweihung des Gemeindehauses. Am Samstag, den 14. Juli 2018, soll das Gemeindehaus mit einem Gottesdienst und einem Gemeindefest feierlich eröffnet werden.

Der Rohbau des neuen Gemeindehauses ist abgeschlossen

Die versammelten Gemeindeglieder wurden zudem über die Finanzierung des Bauprojektes informiert. Pfarrer Heyenga legte dar, dass sich das Gesamtbudget in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus kirchengemeindlichen Eigenmitteln und Spenden, einer Baubeihilfe der Badischen Landeskirche und einem Darlehen zusammensetzt.
„Damit unsere Kirchengemeinde auch in Zukunft einen finanziellen Spielraum hat, müssen wir alles daran setzen, innerhalb des gesetzten Kostenrahmens zu bleiben“, so Heyenga.
Angesichts der boomenden Baukonjunktur sei das Bauen derzeit sehr teuer. Entstandene Kostensteigerungen hat der Kirchengemeinderat bereits ausgeglichen, indem Einsparungen vorgenommen wurden.
„Auf manche notwenige Anschaffungen wollen wir aber nicht verzichten“, so Keno Heyenga. Darum hat der Kirchengemeinderat bis zur Einweihung des Gemeindehauses einige Spendenaktionen geplant. Am 11. März richtet er ein Gemeindefrühstück zugunsten des Neuen Gemeindehauses aus. Am 28. April wird es einen Spendenlauf geben und im Juni singt der ökumenische Gospelchor „All2gether“ aus Wagenstadt in der Weisweiler Kirche.
„Wir wollen nicht einfach die Hand aufhalten“, so Heyenga, „sondern unseren Spenderinnen und Spendern etwas bieten.“

Die Spenden würden helfen, auf sinnvolle Anschaffungen nicht verzichten zu müssen und die Darlehenslast für die Kirchengemeinde zu reduzieren.

Martin Ehret, Vorsitzender der Gemeindeversammlung, sagte dazu: „Das Gemeindehaus wird die Zukunft unserer Kirchengemeinde prägen. Wir haben jetzt die Chance, das Projekt bestmöglich abzuschließen. Unsere Generation trifft es, das Gemeindehaus mit Spenden mitzufinanzieren. Aber viele kommende Generationen werden davon einen Nutzen haben.“

Kirchengemeinderat Kurt Schmidt informierte die Gemeindeversammlung im Anschluss über den Zustand eines Baumes auf dem Kirchhof. Da ein großer Ast auf das Dach des Neubaus ragt, müsse der Baum beschnitten werden. Zudem steht der Baum an einer Stelle, über die ein Weg führen soll, der die Kirche mit dem Gemeindehaus verbindet. Insofern könnte auch eine Rodung eine Lösung sein. Der Kirchengemeinderat hat sich dazu entschlossen, der Gemeindeversammlung die Entscheidung zu überlassen. Mit einer knappen Mehrheit stimmten die Gemeindeglieder schließlich für den Erhalt des Baumes.

Zuletzt blickte Heyenga auf die Entwicklung des Gemeindelebens. „Nach der Gemeindevisitation vor zwei Jahren haben wir uns Ziele gesetzt, von denen wir schon einige erreichen konnten. “, so der Pfarrer. So werden nun regelmäßig Evangelische Gottesdienste in Rheinhausen gefeiert – zum einen in der katholischen Kirchen St. Achatius, zum anderen im Café de la vida im Rheinhausener Mehrgenerationenhaus.
Die Konfirmandenarbeit werde mittlerweile von einem Team aus jugendlichen Mitarbeitern organisiert. „Der Konfirmandenunterricht wird dadurch noch attraktiver und vielfältiger“, so Heyenga.
Außerdem wurde ein Besuchsdienstkreis gegründet. Die fünf Mitglieder (Else Haag-Matthis, Elke Kern, Hannelore Naas, Anne Kühner-Oesterle und Rosemarie) haben sich schulen lassen und machen seit Jahresbeginn Besuche in der Gemeinde.

Für das neue Jahr gibt es weitere Vorhaben und Projekte. Nachdem der Männergottesdienst eine sehr positive Resonanz hervorrief, soll er im Spätsommer wiederholt und dann einmal im Jahr gefeiert werden. Außerdem werde ein neues Gottesdienstformat für junge Erwachsene entwickelt.

Zuletzt warb Keno Heyenga bei den versammelten Gemeindegliedern um Verständnis, wenn er nicht allen Ansprüchen aus der Gemeinde genügen könne. Er wies darauf hin, dass seine Arbeit als Gemeindepfarrer nur 75 % seines gesamten Deputates ausmache. Mit weiteren 25 % arbeite er als Öffentlichkeitsbeauftragter im Kirchenbezirk Emmendingen. Daher sei es ihm nicht möglich, jeden Sonntag in Weisweil Gottesdienst zu feiern. Außerdem müsse er mitunter kleine Abstriche in der Gemeindearbeit machen, um seinen anderweitigen Aufgaben nachkommen zu können.

Als Vorsitzender beschloss Martin Ehret die Gemeindeversammlung und dankte allen Verantwortlichen für ihre Arbeit in der Kirchengemeinde.

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